Virtual Reality Porn: kommt 2026 der Durchbruch ?

Virtual Reaity Porn

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Ewta zehn Jahre gibt es Virtual Reality Produkte für den Massenmarkt. Der Fokus liegt nach wie vor beim Gaming. Mehrere Player am Markt sind aber seit Jahren bereits dabei, die Technologie ins Adult Biz zu bringen. Noch ist der Knoten nicht wirklich geplatzt, dies könnte sich jedoch bald ändern. Laut Schätzungen liegt der Jahresumsatz aktuell bei etwa zwei Milliarden US-Dollar und soll bis 2030 auf über 20 Milliarden wachsen (je nach Prognose 21–79 % jährliches Wachstum). Immer mehr der Adult-Content-Produzenten haben VR/AR bereits übernommen, und VR macht einen wachsenden Anteil am digitalen Adultmarkt aus.

Die Hardware als Hemmschwelle

Wer als Kunde das immersive Erlebnis genießen will, benötigt zunächst eine geeignete Brille. Marktführer ist hier Meta mit seinen aktuellen Modellen Quest 3 und Quest 3s, die in Deutschland aktuell ab gut 300 € starten. Damit ist der Einstieg im Verhältnis zu den vergangenen Jahren immerhin deutlich günstiger geworden. Apples Vision Pro ab ca. 3.800 € läuft quasi außer Konkurrenz, auch da hier der Zugang zu Erotik-Apps erschwert wird und entsprechende Angebote hauptsächlich über Browser-Umwege zu erreichen sind. Schätzungen zufolge wurden in den letzten Jahren weltweit rund fünf Millionen Meta Quests abgesetzt, allerdings in Deutschland nur etwa 100.000 bis 300.000 (offizielle Zahlen wurden nicht veröffentlicht).

Das immersive Erlebnis bei Virtual Reality

Dabei bringt VR gerade im Erotikbereich entscheidende Vorteile, wenn der Kunde den Darstellerinnen besonders nah sein und eben ein besonders intensives Erlebnis haben möchte. Mit einer VR-Brille taucht man vollständig in die virtuelle Welt ein – es fühlt sich an, als wäre man direkt in der Szene, im gleichen Raum mit den Darstellerinnen. Man kannst sich umschauen (z. B. durch Kopfbewegungen), Details wie Möbel oder den Körper der Beteiligten betrachten und die Perspektive selbst steuern, was die Illusion von Teilhabe schafft. Im Gegensatz zu flachen Videos entsteht ein „Being-there“-Gefühl, das die Grenzen zwischen Realität und Virtualität verschwimmen lässt und die Fantasie stärker anregt.

Welche Video Angebote gibt es bereits ?

Spezialisierte Portale bieten bereits seit Jahren VR Paycontent zu verschiedenen Tarifen an. Beispiele sind Realitlovers, VRPorn, VirtualRealPorn, VRBangers, CzechVR, SexLikeReal und einige andere.
Einige der Portale bieten auch die Vermarktung eigenen Contents an, Affiliate Programme gibt es praktisch überall. Auch PornHub hält in einer eigenen Rubrik VR Gratisinhalte vor.

Livecams in VR

Spannender wird es für Viele im Live Bereich. Tatsächlich gibt es schon seit einiger Zeit VR-Cams bei Stripchat. Viele Models streamen in hoher Qualität (bis 4K) speziell für VR. Es gibt eine dedizierte VR-Kategorie mit zahlreichen aktiven Räumen. Kostenlos zugänglich (Freemium), Private-Shows möglich. Kompatibel mit den meisten Headsets (Meta Quest, Oculus, HTC Vive etc.). Einige der o.g. Videoportale bieten auch Livestreams an. Andere große Portale wie Chaturbate, CamSoda oder BongaCams haben VR früher ausprobiert, bieten es aber aktuell nicht mehr aktiv oder nur sehr sporadisch an.

Voraussetzungen zum Streamen in VR

Wer eine VR-Camshow anbieten möchte, muss zunächst einmal investieren. Bei Stripchat läuft VR-Streaming läuft über den Partner Dreamcam. Models können keine eigene Kamera verwenden. Du musst Dreamcam kontaktieren – sie prüfen deine Einnahmen (du brauchst oft einen Mindestumsatz), stellen dann ihre eigene Kamera zur Verfügung. Kosten: ca. 700–1000 € für das Equipment. Auf den anderen Portalen verwenden viele Models eigene professionelle VR-Setups (z. B. Hermes Performer Cam oder ähnliche 3D-Kameras). Hier ist selbständiges Streaming möglich, inkl. Features wie Passthrough-AR (Model erscheint in der realen Umgebung des Zuschauers) und hoher Qualität bis 8K/60fps. Hinzu kommen höhere Anforderungen an den eingesetzten PC, Ausleuchtung des Sets etc. Auch für den Ton gelten höhere Voraussetungen: Hochwertige Mikrofone für binauralen Sound (räumlicher Klang) sind erforderlich.

VR-Videos selbst produzieren

Auch wer selbst VR Videos produzieren möchte braucht eine spezielle Ausrüstung. Empfohlen werden hier oft 360-Grad Kameras wie beispielsweise die Insta360 X5. Aber Vorsicht: Damit lassen sich zwar Rundum-Videos produzieren, in denen sich der Kunde mit der VR-Brille durch Kopfbewegungebn umsehen kann. Aber die Videos sind „flach“ (monoskopisch). Das räumliche (stereoskopische) Erlebnis fehlt. Und das ist ja gerade der Clou bei VR. Wer echte VR-Videos produzieren möchte, muß tiefer in die Tasche greifen. Hierfür sind Kameras wie beipielsweise Canon EOS R5 Dual Fisheye Lens, Insta360 Pro II oder Kandao QooCam 3 Ultra erforderlich. Die Preise für diese Kameras beginnen aber erst bei etwa 5000 €.

Fazit – lohnt sich VR im Adultbiz ?

Der globale VR-Erotikmarkt wird laut einer aktuellen Branchenanalyse auf über 33 Mrd. USD bis 2035 wachsen (CAGR ~38 %) – also ein enormes Potenzial über die nächsten Jahre. Andere Schätzungen deuten sogar darauf hin, dass sich der Markt schon bis 2026 auf über zehn Milliarden USD erhöhen könnte und VR-Inhalte bis zu etwa 22 % des gesamten digitalen Erotik-Markts ausmachen. Zehn Jahre nach dem Start der Virtual Reality im Consumerbereich könnte also jetzt der geeignete Zeitpunkt sein, um in diese Technologie einzusteigen. Nicht zuletzt war das Erotikbusiness schon in vielen Bereichen die treibende Kraft zur Verbreitung neuer Innovationen.