OpenAI und der „Adult Mode“: Wenn KI rot wird – ein Drama in mehreren Akten

Chat GPT Adult mode

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Stellen Sie sich vor: Die Erotikbranche wartet sehnsüchtig auf den großen Durchbruch der Künstlichen Intelligenz – und OpenAI, das Tech-Genie aus dem Silicon Valley, soll endlich liefern. Seit Monaten geistert das verheißungsvolle Buzzword „Adult Mode“ durch Foren, Twitter-Threads und die feuchten Träume digitaler Content-Creator. Doch was passiert? OpenAI eiert herum wie ein Teenager beim ersten Mal. Schon die Ankündigung ließ aufhorchen: „Wir arbeiten an einem sicheren, verantwortungsvollen Umgang mit erotischen Inhalten.“ (CASZIN berichtete) Übersetzt heißt das: Die KI darf alles, solange es ungefähr so scharf ist wie ein Kamillentee. Während die Branche auf Dirty Talk, Rollenspiel und echte Innovationen hofft, liefert OpenAI – Trommelwirbel – den „Adult Mode Light“. Das ist ungefähr so, als würde man in einem Swingerclub die Handtücher einsammeln und zur Teestunde bitten.

„Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“

Dies kann man in diesem Fall recht wörtlich verstehen. Zumindest ist so die neueste Meldung zum Thema im „Wall Street Journal“ zu verstehen. Demnach soll der mehrfach angekündigte „Adult Mode“ nur „anzüglich“ und keinesfalls „explizit“ ausfallen. Und selbst dies kommt offenbar mit mehrfacher Verspätung. Ursprünglich war die Öffnung in Richtung Erotik für den Dezember 2025 angekündigt, dann aber auf das erste Quartal 2026 verschoben worden (CASZIN berichtete). Und auch diese Deadline wird vermutlich nicht eingehalten. Ob sich das Warten lohnt, darf mehr als bezweifelt werden. Unterdessen arbeitet die Erotikbranche unter anderem weiter mit GROK, das bekanntermaßen kaum ein Blatt vor den Mund nimmt und sich durchaus bei „NSFW“-Texten produktiv einsetzen läßt.