Dieses mal durften wir jemand ganz Besonderen zum CASZIN Creator des Monats kĂŒren: Mia May ! Viele werden sie als Top-Erotikstar der Schweiz kennen. Doch hinter Mia steckt viel, viel mehr. Wir konnten ausfĂŒhrlich mit ihr sprechen, und sie erzĂ€hlte unglaublich Vieles und Interessantes aus ihrem Leben. In ihren jungen Jahren hat sie sehr viele Erfahrungen gemacht die sie ganz ohne Filter an unsere Leser weitergibt. Ihre Offenheit ist so entwannnend, dass wir ihr gleich zu Anfang das erste Wort ĂŒberlassen:
Boah, das ist ja Wahnsinn! Ich bin Caszin Creator des Monats Oktober geworden. DarĂŒber freue ich mich wirklich unglaublich. Das ist fĂŒr mich eine ganz tolle Auszeichnung. Vielen lieben Dank dafĂŒr! Ich hoffe allerdings, dass es dafĂŒr auch eine Urkunde oder vielleicht sogar einen Pokal gibtđ. So einen Erfolg wĂŒrde ich nĂ€mlich wahnsinnig gerne ausstellen oder an die Wand hĂ€ngenâŁïž Da bin ich ein bisschen stolz wie ein kleines MĂ€dchen. đ
Liebe Mia, einen CASZIN Pokal gibt es leider nicht. Wir haben uns aber dazu entschlossen, dir persönlich – als allerersten Creator des Monats – eine exklusive Urkunde persönlich zu ĂŒbergeben.
Die feierliche Ăbergabe wird auf der VENUS 2026 am Messestand von CuteAndDangerous stattfinden – Fotobericht folgt !
Und das ist nicht alles: Wir freuen uns sehr, dass Mia die Titelseiten der aktuellen Print-Ausgaben sowohl von CASZIN wie auch CREATORMAGAZIN ziert !
Jetzt aber zu Mia: Am ehesten passt wohl der Begriff „Tausendsassa“ auf sie. Das beginnt im Erotikbereich Im Interview erzĂ€hlt sie ganz offen, warum ihr hier ihre TĂ€tigkeit als Prostituierte am wichtigsten ist. Dicht gefolgt von Camgirl, Pornodarstellerin und Model. Hinzu kommen ihre TĂ€tigkeiten als Regisseurin und Designerin. Wichtig sind ihr auch ihre „Babies“, damit sind diverse Fahrzeuge vom Jeep ĂŒber Trike bis hin zum Studio-Wohnmobil gemeint. Die Begeisterung fĂŒr GefĂ€hrte aller Art geht bei ihr soweit, dass sie gerade eine Ausbildung zur Kart-Mechanikerin macht. Doch hier ist noch lange nicht SchluĂ:Im Interview spricht sie offen ĂŒber ihre PrĂ€senz auf diversen Messen, AktivitĂ€ten auf Social Media, ihre Rolle als Botschafterin von Eronite oder auf den Titelseiten von HOT SLATE. Hinzu kommen Projekte in Namibia und und und …. Aber lassen wir Mia selbst zu Wort kommen:
Bernhad Bradatsch: Du hast es in kurzer Zeit geschafft zu einer der bekanntesten Darstellerinnen im deutschsprachigen Raum zu werden. Heute lebst Du in der Schweiz, Deine Wurzeln liegen aber woanders. Magst Du etwas darĂŒber erzĂ€hlen ?
Mia May: Ich lebe mittlerweile seit vielen Jahren in der Schweiz und bin hier tatsĂ€chlich zu Hause. Mein KerngeschĂ€ft lĂ€uft hier, ich liebe das Land und vor allem die Menschen. Vor sechs Jahren war es fĂŒr mich die absolut richtige Entscheidung, in die Schweiz zu kommen. Meine Wurzeln liegen trotzdem in Deutschland. Ich bin in Sachsen geboren, die ersten Jahre in der NĂ€he von Freiburg aufgewachsen, danach ging es nach Hamburg und Schleswig-Holstein und schlieĂlich nach Nordrhein-Westfalen in den Kreis Heinsberg. Mit 16 Jahren sind wir als Familie nach Lanzarote ausgewandert. Seit ich ungefĂ€hr 19 bin, lebe ich in der Schweiz.
Heute sehe ich mich eher als EuropĂ€erin, vielleicht sogar als etwas darĂŒber hinaus, denn einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen hat Namibia bekommen. Dort baue ich mittlerweile Projekte und Unternehmen auf, die langfristig besonders humanitĂ€ren Zwecken dienen sollen â nach meinem Motto: Hilfe zur Selbsthilfe.
Bernhard Bradatsch: Du gehst sehr offen mit Deinem Job um. Auch bist Du auf vielen Branchenmessen sehr prominent vertreten, beispielsweise Exquisit oder selbstverstĂ€ndlich auf der Venus. Kostet Dich das Ăberwindung oder macht es dir im Gegenteil sogar SpaĂ, weil du 100 % zu dem stehst, was Du machst ?
Mia May: Mein Beruf ist fĂŒr mich meine Berufung. Ich gehe sehr offen mit meiner TĂ€tigkeit als Erotikmodel um, schlieĂlich habe ich sie mir selbst ausgesucht. Ich liebe meinen Beruf und ich bin stolz darauf. FĂŒr mich ist das ein Beruf wie jeder andere auch â nur eben einer, bei dem wahrscheinlich deutlich mehr Menschen neugierig zuhören. đ
Mein TĂ€tigkeitsfeld ist sehr breit. Im Kern bin ich Prostituierte, kurz dahinter kommt meine TĂ€tigkeit als Camgirl. Dazu kommen meine Arbeit als Model, Pornodarstellerin, in der Regie und viele weitere Bereiche. Gerade die Messen liebe ich sehr. Dort kann ich meinen Fans nahe sein, so wie ich es sonst nicht kann. Gleichzeitig treffe ich Kollegen wieder, die man teilweise das ganze Jahr ĂŒber kaum sieht. Das ist eine wunderschöne Kombination.
Vor der Kamera zu stehen, kostet mich ĂŒberhaupt keine Ăberwindung. Ich liebe diese Spannung und ich bin eine absolute BĂŒhnenmaus. Das Lustige daran ist: In der Tiefe meines Herzens bin ich eigentlich ziemlich schĂŒchtern und zurĂŒckhaltend. Sobald ich aber auf einer BĂŒhne stehe, bin ich plötzlich eine ganz andere Mia. Dann blĂŒhe ich richtig auf. Wenn die Zuschauer jubeln, applaudieren und aus dem HĂ€uschen sind, ist das fĂŒr mich der schönste Moment ĂŒberhaupt. Das gibt mir unglaublich viel Energie.
Bernahrd Bradatsch: Wie hat das Ganze bei Dir angefangen, gab es einen Moment in dem Du Dir gedacht hast, „hey, ich probiere aus ob mir die Erotikbranche gefĂ€llt und ob ich da Geld verdienen kann“ ?
Mia May: Die Medien waren irgendwie schuld. Das ist eine Geschichte, die ich tatsĂ€chlich schon öfter erzĂ€hlt habe: Die Medien sind schuld. đ
Ich bin schon sehr frĂŒh immer wieder ĂŒber Berichte zum Thema Prostitution und Erotik gestolpert. Und ich fand das schon damals wahnsinnig widersprĂŒchlich. Prostituierte wurden in diesen Berichten fast ausschlieĂlich als Opfer dargestellt, als verzweifelte oder kaputte Menschen. Gleichzeitig ist Erotik ein riesiges Business und SexualitĂ€t etwas völlig Normales. Also habe ich mich gefragt: Wenn dieser Beruf tatsĂ€chlich so schrecklich ist, warum machen ihn dann so viele Menschen? Warum besuchen so viele MĂ€nner Prostituierte? Warum schauen Millionen Menschen Pornos oder nutzen Cam-Angebote? Und warum ist das Ganze wirtschaftlich so erfolgreich?
Diese Fragen haben mich als jungen Menschen fasziniert. Ich habe angefangen, mich selbst mit dem Thema auseinanderzusetzen â und dabei die vielen LĂŒgen erkannt. Ein Hauptproblem: Es werden sehr viele unterschiedliche Dinge miteinander vermischt. NatĂŒrlich gibt es auch in der Prostitution Kriminelle und schwarze Schafe. Aber die gibt es in anderen Berufen ebenfalls. Nur vermischt man dort die Dinge nicht so falsch miteinander wie in meinem Business. Man bezeichnet schlieĂlich nie einen Drogendealer als Apotheker und ein Crashkid niemals als Automobilfachmann.
Warum aber tut man das im Erotikbusiness? Warum nennt man Opfer von ZuhÀlterei, Opfer von BeschaffungskriminalitÀt ubd Oper ihrer eigenen LebensumstÀnde Prostituierte?
Genau diese WidersprĂŒche haben mich damals neugierig gemacht. Und so haben mich ausgerechnet die öffentlich-rechtlichen Medien mit ihren stets negativen Darstellungen der Erotikbranche dazu gebracht, mich mit diesem Beruf auseinanderzusetzen Ich habe mich dann vom ersten Moment an in diesen Beruf verliebt. Alles andere kam spĂ€ter Schritt fĂŒr Schritt dazu: Cam, Content, Modeln, Pornografie und all die Dinge, die rechts und links noch dazugehören.
Bernhard Bradatsch: Heute bist Du als Camgirl bei Livestrip exklusiv tĂ€tig, zusĂ€tzlich veröffentlichst Du Videos und Fotos, beispielsweise bei 4based. Wo liegt fĂŒr Dich der Schwerpunkt und was macht Dir am meisten SpaĂ ?
Mia May: Warum ich die echte Begegnung so liebe: Meine Fotos und Videos mache ich mit Leidenschaft. Aber mein Schwerpunkt ist ganz klar die Prostitution. Der direkte Kontakt mit Menschen macht mir unglaublich viel Freude.
Dieser Beruf ist viel facettenreicher, als sich viele Menschen vorstellen. Man ist natĂŒrlich Sexpartnerin fĂŒr einen begrenzten Zeitraum, manchmal vielleicht sogar eine temporĂ€re Partnerin. Aber man ist auch Freundin, Animationsdame, GesprĂ€chspartner, Psychologe und PĂ€dagoge, Berater und vieles mehr. Jeder Mensch ist anders. Jeder Besuch bringt andere Erwartungen mit und ich muss mich jedes Mal individuell auf den Menschen neu einstellen. Das und vieles anderes macht diesen Beruf fĂŒr mich so faszinierend.
Dicht dahinter kommt meine TĂ€tigkeit als Camgirl. Den Begriff âCreatorâ finde ich gar nicht so passend. Ich bin einfach gerne Camgirl. đ Nach einem langen Tag gehe ich sehr gerne in die Cam. Das entspannt mich. Und ich treffe mich mit den Usern dort auf Augenhöhe: Meine Zuschauer kommen ebenfalls aus ihrem Alltag, haben gearbeitet, hatten Stress und tausend Dinge im Kopf. Dann treffen wir uns abends in der Cam und lassen gemeinsam den Tag ausklingen.
Mal gibt es einfach nur geilen und versauten Sex in der Show, manchmal eine Unterhaltung aber immer alles mit Humorđ€Ș… Hauptsache, es wird entspannt! Das hat fĂŒr mich etwas sehr Schönes.
Ich bezeichne mich meist als privilegierte harte Arbeiterin. Privilegiert, weil ich das groĂe GlĂŒck habe, genau das machen zu dĂŒrfen, was mir Freude bereitet. Und hart arbeitend, weil ich sieben Tage die Woche unterwegs bin, rund um die Uhr etwa 120 Stunden in der Woche. Wenn man das macht, was man liebt, fĂŒhlt es sich allerdings gar nicht immer wie Arbeit an.
Bernhard Bradatsch: Du bist auch sehr aktiv auf Social Media, etwa X (Twitter) oder Instagram. Ist das wichtig fĂŒr Deinen Erfolg und gewinnst Du darĂŒber Fans fĂŒr Deine kostenpflichtigen Angebote ?
Mia May: Social Media? Ein notwendiges … manchmal Ăbelđ. Social Media ist fĂŒr mich ein ziemlich spezielles Thema. Plattformen wie Instagram und Facebook sind ursprĂŒnglich mit Erotik groĂ geworden. Und irgendwann, als deren Macher wohlhabend genug waren, wurde diese Erotik weitgehend aus den Plattformen entfernt. Das hat damals viele Existenzen zerstört. Ich bin erst spĂ€ter dazugekommen und musste deshalb von Anfang an lernen, wie man Erotik vermarktet, obwohl man sie auf den groĂen Plattformen eigentlich gar nicht zeigen darf.
Ich bin auf Instagram, viel lieber aber auf X und anderen Plattformen unterwegs. Doch ich werde wahrscheinlich niemals die begeisterte Influencerin werden. đ FĂŒr mich ist Social Media vor allem ein Mittel zum Zweck. Die Zahlen sind nĂ€mlich ziemlich ernĂŒchternd. Selbst wenn du dort alles perfekt machst, schaffen es am Ende maximal sieben Prozent der User auf den jeweiligen Plattformen tatsĂ€chlich auf deine Bezahlangebote. Das bedeutet, dass mindestens 93 Prozent der Arbeit, die man dort leistet, von Menschen genossen wird, denen es an Anstand und dem nötigen Respekt fehlt, um die Arbeit anderer zu honorieren. Und genau das finde ich manchmal schwierig. Es gibt heute sehr viele Menschen, die sich daran gewöhnt haben, im Internet alles kostenlos zu konsumieren. Bilder, Videos, Streams, Wissen â am liebsten alles gratis.
Ich mache Social Media trotzdem. FĂŒr die Menschen, die wirklich Interesse an mir haben und bereit sind, meine Arbeit auch angemessen zu honorieren. FĂŒr diese sieben Prozent mache ich es gerne.
Bernhard Bradatsch: Was machst Du sonst noch, um Deine PopularitĂ€t zu steigern, ich hab gesehen dass Du gerade gleich mit drei Sammlereditionen am Titel von „HOT SLATE“ vertreten warst ?
Mia May: Wenn plötzlich die Menschen auf dich zukommen Wenn man mit seinem Business anfĂ€ngt, rennt man erst einmal auf Social Media und ruft sinngemĂ€Ă: âHallo Welt, hier bin ich!â đ Man versucht, irgendwie auf sich aufmerksam zu machen. Mittlerweile ist es glĂŒcklicherweise anders. Mein Bekanntheitsgrad wĂ€chst und immer hĂ€ufiger kommen Menschen auf mich zu. Und wenn dann ein Medium wie Caszin sagt: âMia, wir finden dich interessant und möchten ein Interview mit dir machenâ, dann ehrt mich das wirklich sehr. Ein guter Freund von mir, Martin, hat einmal zu mir gesagt: âLiebe Mia, du bist dann erfolgreich, wenn die Menschen auf dich zukommen.â
Dieser Satz ist mir geblieben. Inzwischen fragen mich nicht nur Medien an, sondern auch Kollegen aus dem Business und Interessierte kommen auf mich zu und möchten meinen Rat. Das ist fĂŒr mich eine unglaubliche BestĂ€tigung. Ich habe ĂŒberhaupt keine StarallĂŒren. Ich strampele einfach meinen Weg durchs Leben, mache Dinge, die mir Freude machen â und offenbar begeistert das auch manchmal andere Menschen. Und gerade stecke ich wieder mitten in einem ziemlich groĂen Abenteuer: meinem Liner (Wohnmobil).
Bernhard Bradatsch: Seit kurzem bist Du auch noch Markenbotschafterin fĂŒr Eronite, einem Erotikmagazin mit dem CASZIN ebenso partnerschaftlich verbunden ist wie mit HOT SLATE und Cute&Dangerous. Was ist hier genau Deine Aufgabe und wie entwickelt sich das ?
Mia May: Hot Slate, Eronite und plötzlich Markenbotschafterin! Dass Hot Slate auf mich zukam und mich dann so prominent auf verschiedene Cover gepackt hat, hat mich ehrlich gesagt sprachlos gemacht. Das kam völlig aus dem Nichts. Vor ein paar Tagen hatte ich dann tatsÀchlich das erste Hot Slate Magazin in der Hand und war einfach baff. Unglaublich! Ein riesiges Dankeschön an die Macher von Hot Slate, die sich wirklich massiv ins Zeug gelegt haben. Das Magazin muss man sich einfach holen!
Ăhnlich ĂŒberraschend war die Geschichte mit meiner, darf ich meiner sagen, Eronite ?đđ Mit dem Chef der Eronite (Mario Meyer) arbeite ich schon lĂ€nger zusammen. Wir verstehen uns einfach sehr gut â die Jungs und MĂ€dchen der Eronite, mein Team und ich. Und plötzlich hieĂ es: Mia, wir möchten dich zur Markenbotschafterin machen. Meine erste Reaktion war tatsĂ€chlich Ă€hnlich wie deine Frageđ Was bedeutet das genau fragte ich seiner Zeit, wenngleich der Titel mir schon sehr schmeichelte. Die Antwort war fĂŒr mich ĂŒberraschend und wieder schmeicheld, mit diesem GĂ€nsehauteffekt: âBleib einfach so, wie du bist.â Die Menschen mögen deine Ehrlichkeit, deine AuthentizitĂ€t, dein buntes Treiben und deine Art, deinen eigenen Weg zu gehen hiess es damals. Dein Gesamtpaket.. Geil, heiss, ehrlich, witzig, intelligent und offen ist es, was unsere Leser, aber auch unser Team an dir bewundert. Deshalb wollen wir dich… Und genau deshalb bin ich unglaublich stolz auf den Titel Markenbotschafterin der Eronite. Sie wollten mich fĂŒr nichts Besonders. Sie wollten mich nur um meinetwillen. Daraus ist sogar ein kleines gemeinsames Markengimmick entstanden: ein Eronite-Mia-May-Schuhđ. Ich selbst habe daraus kurzerhand ein kleines Merchandise-Projekt fĂŒr meine Fans gemacht. Tausende Paar verkaufen wir jetzt noch nicht â FĂŒr diese geilen Treter muss ich noch keinen Container bestellen. đ Aber zwölf, vierzehn Paar sind bereits weggegangen und das Feedback meiner Fans ist groĂartig. âŹïžDer Link zum Schuhđ:
Eronite und Mia May gehören einfach zusammenâŁïž Und das kommt bei den Fans sehr gut an.
Bernhard Bradatsch: Du bist wirklich in unglaublich viele Projekte eingebunden und gleichzeitig sehr aktiv auf der Cam und in der Contentproduktion. Bleibt da ĂŒberhaupt noch Zeit fĂŒr ein Privatleben ?
Mia May: Work-Life-Balance? Nicht mit mir! Ich weiĂ gar nicht genau, wie ich diese Frage beantworten soll. đ Denn bei mir gibt es diese klassische Trennung zwischen Beruf und Privatleben einfach nicht. Meine Arbeit ist ein weseltlicher Teil meines Leben und mein Leben ist auch meine Arbeit. NatĂŒrlich gibt es Dinge, die ich nicht in meine Arbeit hineinnehme â beispielsweise meinen jĂŒngsten Bruder, aber mit ihm wĂŒrde ich genausowenig zum Friseur gehenđ Wenn jemand aus meiner Familie Geburtstag hat fahre ich auch niemals in ein Studio. Dann ist Partyzeit. Aber ich bin deshalb nicht plötzlich âprivatâ. Ich bin einfach in meinem Leben unterwegs. Diese klassische Work-Life-Balance finde ich ehrlich gesagt ziemlich befremdlich. Ich möchte nicht 40 oder 50 Jahre lang in einem Beruf arbeiten, den ich nicht liebe, nur um am Wochenende wieder mein eigentliches Leben zu suchen.
Ich habe nur dieses eine Leben. Und ich möchte es genieĂen. Vielleicht bin ich dabei manchmal ein bisschen naiv. đ Aber ich habe ein fantastisches Team um mich herum, allen voran meinen Personal Assistant, der bemĂŒht ist, mir ScheiĂe vom Hals zu halten, damit ich mir so lang es geht, diese NaivitĂ€t erhalten kann. Bisher ist es mir eigentlich immer gelungen, abends mit einem LĂ€cheln ins Bett zu gehen und zu sagen: âDas war ein schöner Tag. Ich freue mich auf morgen.â Nur was davon nun privat und was davon beruflich war?… das kann ich nie sagen. Es war einfach mein Tag. Wenn das irgendwann nicht mehr so wĂ€re, mĂŒsste ich etwas verĂ€ndern. Aber solange ich abends glĂŒcklich bin, mache ich offensichtlich irgendetwas richtig.
Bernhard Bradatsch: Ich sehe Dich auf den Messen eigentlich immer mit extravaganten Fahrzeugen, etwa einem wirklich auffĂ€lligen Trike oder einem richtig bulligen SUV. Sind Autos ein wichtiges Hobby fĂŒr Dich ?
Mia May: Meine Babys: Fahrzeuge, Fahrzeuge und noch mehr Fahrzeuge. Jetzt kommen wir zu einem meiner Lieblingsthemen: meine Babys. đ Meine Fahrzeuge sind neben meinen feuerroten Haaren und meiner AuthentizitĂ€t mittlerweile definitiv das Markenzeichen von mir. Meine beiden Jeep Wranglers sind dabei natĂŒrlich ganz vorne mit dabei. Beide wurden von einem KĂŒnstler aufwendig fĂŒr mich designt und foliert. Im Mai kam dann mein Trike, die Rewaco RF1 Touring Limited Edition dazu â Nummer 69. Das muss man bei diesem Fahrzeug natĂŒrlich erwĂ€hnen. đ Jetzt fehlt noch mein Schriftzug und mein Motto âerotic & moreâ. Dann ist es perfekt.
Aber wie es bei mir so ist, blieb es natĂŒrlich nicht beim Trike. Mir wurde ein Dethleffs Globetrotter XXL A9000 aus dem Jahr 2007 angeboten. Ein sechseinhalb Tonnen schwerer, neun Meter langer Liner mit erstaunlich wenigen Kilometern. Bekanntlich bin nicht der Mensch, der auf Luxushandtaschen steht oder eine Ray-Ban gut heisst. Und so war ich die berufsbedingten Aufenthalte in Luxushotels schnell satt. Ich bin ziemlich bodenstĂ€ndig.
Eine Scheibe Graubrot ist mir lieber als ein Essen in einem 5 Sterne Restaurant und die direkte Aufforderung zum Blowjob lieber als fĂŒnf zögerliche Champanger mit dem selbigen Ziel. Ich liebe mein Zuhause â und dieser neue Liner ist fĂŒr mich ein riesiges Zuhause auf RĂ€dern. Und jetzt wird daraus ein professioneller Ăbertragungswagen mit Schwerpunkt Livestream. Das Fahrzeug wird komplett umgebaut: neue Energieversorgung mit vier Lithiumbatterien und rund 800 Ah SpeicherkapazitĂ€t, etwa 1.600 Watt Solarleistung, Generator, Booster, neue Bedienpanels, eine komplett ĂŒberarbeitete LPG-Gasanlage samt Grillanschlussđđ Ja, ich kann halt auch nicht aus meiner Haut. Ein blutiges Steak kurz von der Flamme gekĂŒsst… mmmmhhhh! Drum ganz ehrlich: Ein neun Meter langer Liner ohne vernĂŒnftigen Grillanschluss wĂ€re doch eine Katastrophe. đ Der Schwerpunkt allerdings sind die vier geplanten Livestream-Sets fĂŒr Schlafzimmer, Badezimmer, Wohnzimmer und Beifahrerbereich, ausserdem Starlink, eine Siebenfach-Antenne, PepLink-Doppelrouter, professionelle Lichttechnik und vieles mehr. Danach wird der komplette Liner foliert. Innen kommen Alcantara und weitere hochwertige Materialien dazu. Das Ganze ist ein Projekt fĂŒr ungefĂ€hr ein Jahr. Das Ărgerliche: Wir haben bereits mehrere Absagen von WerkstĂ€tten bekommen. Vielleicht ist das Konzept einfach zu komplex. Oder sie sehen meine laaaaange Anfrage mit weit mehr als den ĂŒblich maximalen 250 Satzzeichen und bekommen Angst. đ Aber ich bin sicher, dass wir den richtigen Partner finden. Vielleicht ja sogar hier unter den tollen Lesern der CASZINđ
Und weil mir das alles noch nicht reicht, lasse ich mich gerade zur Kart-Mechanikerin ausbilden und richte mir selbst eine kleine Kart-Werkstatt ein. Ich werde ĂŒbrigens einen Viertakter fahren. Nicht, weil ich langsam sein möchte, sondern weil mir das Feeling wichtiger ist als die mörderische Geschwindigkeit… aber im Wesentlichen mit Blick auf meine Namibia-PlĂ€ne… Man wird mich also kĂŒnftig auch auf Kartbahnen sehen â mit meinem kleinen Fuhrpark.
Bernhard Bradatsch: Kannst Du uns verraten, was Du fĂŒr die Zukunft weiter planst, was können die Fans und Partner von Mia May noch erwarten können ?
Mia May: Ich rede lieber ĂŒber Dinge, die schon passieren Die Frage nach der Zukunft ist fĂŒr mich tatsĂ€chlich eine gemeine Frage. đ Ich habe es mir angewöhnt, nicht groĂ ĂŒber Dinge zu reden, die vielleicht irgendwann passieren könnten. Heute wird unglaublich viel angekĂŒndigt und morgen interessiert es schon niemanden mehr. Ich mache es deshalb anders: Ich erzĂ€hle von Dingen, wenn sie spruchreif sind. Mein Liner ist das beste Beispiel. Ich habe ihn bereits. Ich baue ihn bereits um. Deshalb kann ich darĂŒber sprechen. Ich wĂŒrde aber nicht erzĂ€hlen, dass ich vielleicht irgendwann einen Liner kaufen möchte. DafĂŒr bin ich viel zu vorsichtig mit meinen Aussagen.
Was ich definitiv sagen kann: Ich liebe meinen Beruf, ich liebe mein Business, ich liebe mein buntes Treiben und ich liebe vor allem meine Fans abgöttisch. Ich habe nicht vor, in den nĂ€chsten Jahren damit aufzuhören. Im Gegenteil. Es kommen weitere Messen, weitere Projekte und neue Möglichkeiten. Und mit meinem Ăbertragungswagen setze ich ein Statement. Mit dem ersten mir bekannten Ăbertragungswagenim Erotikbusiness möchte ich zeigen, dass auch Erotikproduktion hochprofessionell funktionieren kann. Wir wollen unseren Fans QualitĂ€t bieten â und dafĂŒr steckt unglaublich viel Arbeit, Technik und Geld in diesem Projekt. Sponsoren sind sehr willkommen… wink mit dem Zaunpfahlđ
Was danach kommt? Das werde ich euch erzĂ€hlen, wenn es passiert. đ Bis dahin: Besucht mich zum Realdate oder online, schaut in meine Cam auf miamay.live und bleibt einfach immer interessiert an meiner Seite. Dann bekommt ihr ganz automatisch mit, welche bunten Ideen mir als NĂ€chstes durch den Kopf schieĂen.
Bernhard Bradatsch: Zum SchluĂ die vielleicht intimste Frage an Dich. Du bist mit deinen jungen Jahren bereits sehr erfahren im Erotiksegment. Viele junge Frauen ĂŒberlegen sich, ebenso hier einzusteigen. Was wĂŒrdest Du sagen ist der entscheidendste Erfolgsfaktor und woran kann eine Newcomerin ĂŒberhaupt erkennen, ob der Job wirklich fĂŒr sie geeignet ist ?
Mia May: Mein Rat an alle, die darĂŒber nachdenken Oh, das ist aber eine fiese Frage! đ Ich soll jetzt also meine Erfahrungen teilen und mir möglichst viel Konkurrenz heranzĂŒchten? Habe ich das richtig verstanden? Augenzwinkern.đ NatĂŒrlich kommen viele Menschen auf mich zu und fragen mich, ob sie ebenfalls in dieses Business einsteigen sollten. Meine erste Frage lautet dann allerdings immer: Was genau meinst du eigentlich mit âdieses Businessâ? FĂŒr mich ist Erotik ein groĂes Gesamtpaket. Ich bin Erotik-Model und arbeite als Prostituierte, Camgirl, Fotomodel, Pornodarstellerin, Regisseurin und teilweise auch als Designerin. FĂŒr mich gehört das alles zusammen. Andere Menschen sehen das völlig anders. Deshalb kann ich dazu eigentlich nur in einem persönlichen GesprĂ€ch wirklich vernĂŒnftig etwas sagen. Wenn ich es aber auf eine einzige Sache reduzieren mĂŒsste, dann wĂ€re es diese:
Du musst zu 100 Prozent hinter deiner Entscheidung stehen. Du solltest dir einmal vorstellen, dass du den Menschen, die dir am wichtigsten sind â deinen Eltern, Geschwistern oder besten Freunden â ganz offen sagst: âIch möchte als Prostituierte oder Pornodarstellerin arbeiten.â ..und dann zeig ihnen ein Hardcorefoto von dir. Und du musst damit leben können, dass nicht jeder begeistert reagieren wird. Wenn du dich dafĂŒr aber schĂ€mst, wenn du Angst davor hast, dass Menschen dein Gesicht mit Sex verbinden, wenn du selbst nicht hundertprozentig hinter deiner TĂ€tigkeit stehen kannst, (und eben dazu zĂ€hlt, dass du offen, ehrlich und immer auf die Frage nach deinem Beruf mit Sexworker antworten kannst) dann lass die Finger davon.
Denn egal welchen Beruf man ausĂŒbt: Man muss ihn mit Ăberzeugung, Leidenschaft und Liebe machen. Und wenn wir schon bei Liebe sind, möchte ich mich am Ende natĂŒrlich noch einmal ganz herzlich bei CASZIN bedanken. Creator des Monats zu werden, ist fĂŒr mich wirklich eine riesige Auszeichnung.
Und mein gröĂter Dank geht an meine Fans und Follower. Ihr seid der Grund, warum ich heute hier sitzen darf. Mit jedem Follow, jedem Besuch, jedem Like und jeder UnterstĂŒtzung tragt ihr dazu bei, dass ich meinen Weg, auch fĂŒr dich, weitergehen kann. Vielen lieben Dank dafĂŒr.
Und jetzt hoffe ich natĂŒrlich, dass wir uns bald zum nĂ€chsten Interview wiedersehen.
Mia May
Bernhard Bradatsch: Liebe Mia. Dir ganz lieben Dank nochmal fĂŒr die offenen Worte, den Einblick in Dein Leben und deine Karriere ! In der mittlerweile dreijĂ€hrigen Geschichte von CASZIN wurde es das bisher lĂ€ngste und ausfĂŒhrlichste Interview. Man kann gar nicht aufhören Dir zuzuhören ! Ich freue mich schon sehr darauf, dass wir alle in Zukunft noch viel mehr von Dir hören werden. Bis zum nĂ€chsten Interview !